Schweizerische
Interpretengenossenschaft SIG

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Wie der Schutz der Interpretinnen und Interpreten in der Schweiz entstand

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass noch vor 100 Jahren alle Aufführungen, an denen Künstlerinnen und Künstler beteiligt waren, ein einmaliges und nicht kopierbares Ereignis darstellten, wird klar, warum diese erst in jüngerer Zeit einen speziellen Schutz für die Verwertung ihrer Leistungen benötigten. Mit der Möglichkeit, künstlerische Darbietungen aufzuzeichnen und zu vervielfältigen, entstand für Interpretinnen und Interpreten eine Situation, die neue Gesetze und internationale Abkommen erforderten.

Die Schweizerische Interpretengenossenschaft hat sich seit ihren Anfängen im Jahre 1953 dafür eingesetzt, dass ausübende Künstlerinnen und Künstler bei der Auswertung ihre Leistungen nicht übergangen werden. Neben der finanziellen Beteiligung an Auswertungen, ist es der SIG ein wichtiges Anliegen, auch den ethischen Aspekten bei der Nutzung künstlerischer Leistungen Beachtung zu verschaffen.

Obwohl die Schweiz 1961 in Rom das Internationale Abkommen über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen unterzeichnet hatte, verweigerte das Parlament bis 1993 dessen Ratifikation. Nicht zuletzt wegen der Hartnäckigkeit und Kompetenz der SIG integrierte der Gesetzgeber schliesslich die verwandten Schutzrechte in das Urheberrechtsgesetz (URG).

Die technischen Möglichkeiten zur Werknutzungen sind seither rasant angestiegen und werden sich auch weiterhin stark verändern. Die Schutzbestimmungen müssen laufend den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Dafür wird sich die SIG auch in Zukunft mit voller Kraft einsetzen.

Die SIG ist die einzige repräsentative Organisation, die alle interpretierenden Kunstrichtungen unter einem Dach vereint. In der SIG gibt es weder Nutzer- noch Arbeitgeberorganisationen. Aus diesem Grunde ist sie in der Lage, die Rechte der Künstlerinnen und Künstler kompetent zu wahren, durchzusetzen, zu erkämpfen und auf die gesetzgeberischen Mechanismen Einfluss zu nehmen.